Ernst Krethe GmbH ist Spezialist für Fenster, Türen und Wintergärten


Es war das Jahr 1929, als der Tischlergeselle Heinrich Krethe mit der Gründung des Ein-Mann-Unternehmens in Balje den Grundstein legte für die heutige Ernst Krethe GmbH. Was damals noch mit „handwerksgerechter Arbeit im Siel- und Schleusentorbau sowie mit Holzarbeiten aller Art“ begann, hat sich aktuell zu einer beachtlichen Tätigkeits- und Produktpalette erweitert. Aktuell ist die Firma Ernst Krethe GmbH mit seinen 51 Mitarbeitern als Spezialist für Fenster, Türen und Wintergärten überregional bekannt.

 

Doch zurück zu den Anfängen. Ernst Krethe, der mittlere von drei Söhnen Heinrich Krethes, begann bereits mit 14 Jahren im väterlichen Betrieb mitzuarbeiten. Als er 16 war, startete er seine Ausbildung zum Tischler, die er ebenso erfolgreich abschloss, wie die anschließende Prüfung zum Tischlermeister. Dann war es so weit: Ernst Krethe wagte den Schritt in die Selbstständigkeit, indem er die Tischlerei Schaars in Cadenberge übernahm. Einer der Hauptgründe war der Wunsch, das Einzugsgebiet der Kunden über die Oste hinaus zu erweitern. Parallel führten Fleiß und handwerksgerechte Arbeit seines Vaters Heinrich dazu, die Mitarbeiterzahl des Betriebes in Balje im Jahr 1966 auf 15 anwachsen zu lassen. Unterstützung in Balje erhielt Heinrich Krethe auch von seinem jüngsten Sohn Günter.

 

Eine gute Verkehrsanbindung an der Bundesstraße 73 führte im Jahr 1973 zum innerörtlichen Umzug des von Ernst Krethe in Cadenberge geführten Unternehmens an die Stader Straße, wo auch heute noch der Firmensitz ist. Durch die Hinzunahme von Kunststoffelementen in das Programm ein Jahr später erfolgte Anfang der 80er-Jahre der Bau einer Halle mit eigener Fertigungsstraße. Die Fertigung von Kunststofffenstern sollte sich fortan als das Hauptstandbein des Unternehmens etablieren.

 

Neben Fensterelementen stand in Cadenberge auch die Herstellung von Wintergärten auf der Tagesordnung, in Balje konzentrierte man sich auf die Fertigung von Türen. Auch wenn im Jahr 1995 dann aus wirtschaftlichen Gründen der Betrieb in Balje nach 66 Jahren geschlossen wurde und eine Verlagerung und Zusammenlegung nach Cadenberge erfolgte, brauchte niemand traurig sein. Wie heißt es in einer Liedzeile aus Udo Jürgens’ „Mit 66 Jahren“ unter anderem: „… mit 66 Jahren ist noch lang noch nicht Schluss“. Weiter positiv heißt es in dem berühmten Lied aber auch: „… mit 66 Jahren, da kommt man erst in Schuss“. Und wie.

 

Bereits drei Jahre zuvor, es war im Jahr 1992, kaufte Ernst Krethe das anliegende Grundstück inklusive Halle von Familie Griemsmann. Die Halle wurde zuvor als Milchpulver-Lager genutzt, jetzt diente sie als Fertigungshalle für den Wintergarten- und Freisitzdach-Zuschnitt sowie als Lager und Stellplatz für die Firmenfahrzeuge.

 

Während die Haupteinnahmequelle des Familienunternehmens sowohl in den 60er- als auch den 70er-Jahren noch mit der Ausführung von fachgerechten Tischlerarbeiten zu finden war, weiteten sich die Tätigkeitsfelder gegen Anfang der 80er-Jahre auch auf Wintergärten und Freisitzdächer aus. Heutzutage ist das Unternehmen Ernst Krethe GmbH ein ausgewiesener Spezialist für Fenster und Türen, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, natürlich weiterhin für Wintergärten sowie für Rollläden, Markisen und Insektenschutz. Neu im Angebotsportfolio ist die Sicherheitstechnik, wobei das Unternehmen Krethe in diesem Segment mit dem ebenfalls in Cadenberge ansässigen Traditionsunternehmen „EP Holl“ zusammenarbeitet.

 

„Unsere Maxime ist“, erläutert Frank Krethe, der Sohn von Ernst Krethe, die Philosophie des Unternehmens, „dass es bei uns alles aus einer Hand gibt.“ Er geht ins Detail: „Von der fachkundigen Beratung, über die Erstellung eines Angebotes, dem Aufmaß, bis hin zur Lieferung und Montage kann sich der Kunde bei uns in sicheren Händen fühlen. Die Gründungs-, Maurer- und Anputzarbeiten sowie die Erstellung von Bauanträgen für genehmigungspflichtige Bauvorhaben runden unser Leistungsspektrum ab.“ Auch wenn die gesetzliche Garantiezeit erloschen ist, steht der Kundenservice der Firma Krethe natürlich auch darüber hinaus für den Service und die Wartung von Krethe-Produkten zur Verfügung.

 

Die Ausbildung hoch qualifizierter Nachwuchskräfte lag dem Unternehmen schon immer am Herzen. So wurden bis Ende der 90er-Jahre Tischler ausgebildet. Aufgrund der bereits geschilderten Veränderung der Produktpalette werden seit dem Jahr 1999 ausschließlich Bürokaufleute in der Firma Ernst Krethe GmbH unter der fachkundigen Obhut von Ausbilderin Ute Klonczynski durch ihre Lehrzeit begleitet. Die für die Tischler ehemals vorhandene Holzwerkstatt ist dabei den modernen Ausstellungsräumen gewichen. „Die Ausstellungsfläche von 500 Quadratmetern ist dabei einmalig in Norddeutschland“, erklärt Frank Krethe voller Stolz. Dieser Frank Krethe wird in absehbarer Zeit die Nachfolge von Ernst Krethe antreten. Unterstützt werden soll er dabei vom Prokuristen Andreas Wichers und der Buchhalterin Gabriele Dumsch. Günter Krethe, der jüngere Bruder von Ernst Krethe, wird dann nicht mehr dabei sein; er verabschiedete sich bereits im Jahr 2015 in den Ruhestand.

 

Ein weiteres Standbein des Unternehmens Krethe ist der Fachmarkt in der Stader Straße 1. Bis zum Jahr 1990 wurde dieser von der Cuxhavener Firma Glüsing betrieben und hatte damals hauptsächlich Schiffsbedarf im Sortiment. Nach der Übernahme durch die Firma Krethe wurde das Augenmerk vornehmlich auf den Heimwerkerbedarf gelegt. Von der einzelnen Schraube bis zur großen Maschine erhält der Kunde in zentraler Lage alles, was „man(n)“ für die handwerkliche Tätigkeit benötigt. „Das Team um Marktleiter Frank Mauritius kann aber auch Strandkörbe und Gartenmöbel bestellen“, fügt Frank Krethe hinzu. „Stolz sind wir aber ganz besonders auf die eigene Farbmischmaschine. Damit können wir jede Art eines gewünschten Farbtons mischen“, hebt Frank Krethe einen weiteren Punkt hervor. „Durch unseren Fachmarkt sind wir natürlich auch für unser Hauptunternehmen sozusagen an der Quelle und beziehen dort unsere Arbeitskleidung und den Arbeitsbedarf, wie Maschinen und auch die Kleinteile“, nennt er einen weiteren, firmeninternen Vorteil.

 

Die Öffnungszeiten des Fachmarkts Krethe sind von Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 18 Uhr sowie am Sonnabend von 8 bis 12.30 Uhr. Telefonisch ist der Fachmarkt in dieser Zeit unter (04777) 238 zu erreichen. Die Ernst Krethe GmbH ist in der Stader Straße 53 von Montag bis Freitag von 7.30 bis 17.30 Uhr sowie am Sonnabend von 9 bis 12 Uhr persönlich zu erreichen.

 

Eine Kontaktaufnahme unter Telefon (04777) 93420 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist selbstverständlich ebenfalls möglich. Im Internet unter www.krethe.de oder www.krethe-fachmarkt.de erhalten Interessierte weitere Informationen.

 

Text: Arno Grewe